Für grosse und kleine Kinder, die Tiere lieben
Schottland tierisch entdecken – Ausflugsziele für Tierliebhaber
Ihr möchtet Tiere hautnah erleben und besucht sie auch im Urlaub gerne? Dann ist dieser Blogartikel genau das Richtige für euch! 🐾
Vorab möchte ich allerdings noch eine kleine persönliche Stellungnahme abgeben, denn unter meinen Reels und Social-Media-Beiträgen über Zoos, Tiergärten und andere tierische Ausflugsziele finden sich leider immer wieder kritische bis negative Kommentare. Deshalb möchte ich kurz erklären, warum ich es wichtig finde, solche Einrichtungen zu unterstützen:
Zoos und Tierhöfe sind weit mehr als Ausflugsziele für Familien. Viele leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, zur Erhaltung bedrohter Tierarten und zur Aufklärung über den Schutz unserer Natur. Sie bieten Tieren, die in freier Wildbahn nicht mehr überleben könnten, ein Zuhause und ermöglichen Kindern wie Erwachsenen, Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen und ein Bewusstsein für ihre Bedürfnisse zu entwickeln.
Auch kleinere, familiengeführte Tierhöfe leisten wertvolle Arbeit, indem sie Tiere versorgen, Lebensräume erhalten und Menschen die Natur näherbringen. Eintrittsgelder und Spenden helfen dabei, Futter, tierärztliche Versorgung, Gehege und Pflege zu finanzieren.
Wer Tiere liebt, sollte auch diejenigen unterstützen, die sich tagtäglich für sie einsetzen.
Wer Schottland bereist, denkt bei tierischen Ausflugszielen vielleicht zuerst an den Edinburgh Zoo oder an die Robben, Papageientaucher und anderen Seevögel an der schottischen Küste. Doch auch abseits der bekannten Touristenattraktionen gibt es besondere Orte zu entdecken, die sich dem Schutz und der Erhaltung von Tierarten widmen.
Einer davon ist das Bird Gardens Scotland CIC in den Scottish Borders. Hier dreht sich vieles um gefiederte Bewohner aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Von farbenprächtigen Flamingos über seltene Entenarten bis hin zu Papageien und Kranichen gibt es jede Menge zu entdecken.
Bird Gardens Scotland liegt in Oxton, einem kleinen Ort in den Scottish Borders, in der Nähe von Lauder. Die Anlage befindet sich an der A68 und ist damit auch von Edinburgh aus gut mit dem Auto erreichbar.
Gerade wenn ihr einen Ausflug ins Umland der schottischen Hauptstadt plant, lässt sich ein Besuch gut mit weiteren Entdeckungen in den Scottish Borders verbinden.
Die Adresse lautet:
Bird Gardens Scotland CIC
Oxton, Lauder
Scottish Borders
TD2 6RA
Die Anfahrt ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Der Bus der Linie 51 zwischen Edinburgh und Galashiels hält in Oxton. Wenn ihr mit dem Bus unterwegs seid, könnt ihr den Fahrer bitten, euch direkt am Eingang des Besucherparkplatzes abzusetzen.
Der Zusatz CIC im Namen steht für Community Interest Company. Dabei handelt es sich um eine britische Unternehmensform, die darauf ausgerichtet ist, der Gemeinschaft beziehungsweise einem gesellschaftlichen Zweck zugutekommen.
Bird Gardens Scotland wurde am 24. Januar 2017 als CIC registriert. Die Einrichtung verbindet die Haltung und Pflege von Vögeln mit Bildungsarbeit, nachhaltigem Leben und dem Schutz bedrohter Arten.
Das Ziel ist es, Menschen für die faszinierende Vogelwelt zu begeistern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt von Arten zu leisten, deren Zukunft in freier Wildbahn gefährdet ist.
Dazu gehören auch Erhaltungszuchtprogramme. Sie können dabei helfen, bedrohte Populationen zu sichern und das Wissen über seltene Vogelarten zu erweitern.
Der Schwerpunkt liegt auf einer vielfältigen Sammlung von Vögeln aus aller Welt. Dazu gehören Flamingos, seltene Entenarten, Gänse und Schwäne sowie Kraniche, Papageien, Pfauen, Perlhühner und Emus. Besonders interessant sind bedrohte Arten wie die Weißflügelente, die Laysanente und die hawaiianische Nēnē-Gans.
Neben den Vögeln leben auf dem Gelände auch Rotnackenwallabys und seltene schottische Castlemilk-Moorit-Schafe.
Gerade diese Mischung aus bekannten und weniger bekannten Arten macht den Besuch spannend und bietet die Möglichkeit, mehr über die weltweite Vogelvielfalt und den Artenschutz zu erfahren.
Dort gibt es ein Café, einen Raum für Bildungsangebote und Veranstaltungen sowie einen Spielplatz für Kinder.
Das Café im Besucherzentrum bietet unter anderem Kuchen, Scones, Suppe und Sandwiches an. Einige Zutaten stammen aus der Umgebung oder aus dem eigenen Garten. Auch die Obstgärten und der Gemüseanbau gehören zum nachhaltigen Konzept der Einrichtung.
Das ist eine schöne Ergänzung zum Rundgang, denn ihr könnt euren Besuch in Ruhe ausklingen lassen.
Für Familien ist der Spielplatz praktisch, während Erwachsene bei einer Tasse Kaffee eine kleine Pause einlegen können.
Die Anlage ist damit nicht nur für eingefleischte Vogelfans interessant, sondern auch für Familien, die einen abwechslungsreichen Ausflug unternehmen möchten.
Etwa 25 Minuten westlich der schottischen Hauptstadt wartet ein weiterer spannender Ort auf Tierliebhaber: der Five Sisters Zoo in West Calder.
Hier leben über 180 verschiedene Tierarten aus aller Welt. Von Erdmännchen und Lemuren über Schneeleoparden und Luchse bis hin zu Bären und Löwen gibt es jede Menge zu entdecken.
Doch der Five Sisters Zoo ist mehr als ein Ort für einen Familienausflug. Hinter seiner Geschichte stehen die Leidenschaft einer Familie für Tiere, die Aufnahme von geretteten Tieren und das Engagement für den Artenschutz.
Die Geschichte des Five Sisters Zoo beginnt nicht mit einem großen zoologischen Park, sondern mit einer ganz anderen Idee.
Brian Curran, ein Landschaftsgärtner, und seine Frau Shirley betrieben zunächst ein Gartencenter in West Calder. Aus dieser Arbeit und ihrer Begeisterung für Tiere entwickelte sich nach und nach ein Ort, an dem immer mehr tierische Bewohner ein Zuhause fanden.
2005 öffnete der Five Sisters Zoo offiziell seine Tore.
Was einst klein begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer bekannten Tierattraktion in West Lothian. Heute wird der Zoo weiterhin als Familienunternehmen geführt.
Besonders schön finde ich an dieser Geschichte, dass sich aus einem ursprünglich ganz anderen Betrieb ein Ort entwickelt hat, an dem Tierpflege, Bildung und Artenschutz eine wichtige Rolle spielen.
Der Zoo engagiert sich für gerettete Braunbären. Solche Tiere können beispielsweise aus schlechten Haltungsbedingungen oder aus Einrichtungen stammen, in denen ihre Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Für Tiere, die lange unter ungeeigneten Bedingungen gelebt haben, ist ein neues Zuhause besonders wichtig. Eine geeignete Umgebung, fachkundige Betreuung und Beschäftigungsmöglichkeiten können dazu beitragen, ihre Lebensqualität zu verbessern.
Eine besonders bewegende Geschichte ist die der beiden Löwinnen Plusza und Luna, die aus der Ukraine gerettet wurden.
Die Tiere wurden 2022 aus einem vom Krieg betroffenen Gebiet evakuiert. Über mehrere Stationen gelangten sie schließlich nach Europa. Der Five Sisters Zoo bot ihnen ein dauerhaftes Zuhause.
Solche Rettungsaktionen zeigen, dass Tierwohl auch in außergewöhnlichen Krisensituationen eine Rolle spielt. Wenn Konflikte ausbrechen, können Wildtiere in Gefangenschaft ebenfalls in Gefahr geraten und auf die Hilfe von Menschen angewiesen sein.
Für die Tiere bedeutet eine solche Rettung nicht einfach nur einen Ortswechsel. Es geht darum, ihnen Sicherheit, angemessene Versorgung und langfristig eine möglichst gute Lebensqualität zu ermöglichen.
Der Five Sisters Zoo eignet sich auch für Familien mit Kindern. Neben den Tiergehegen gibt es weitere Angebote, die den Besuch abwechslungsreich machen.
Dazu gehören:
* The Lost Kingdom: ein überdachter Bereich mit Reptilien, Amphibien und weiteren Tieren.
* Spielmöglichkeiten im Freien: ideal, wenn Kinder zwischendurch eine Pause vom Rundgang brauchen.
* Leaping Lemurs Soft Play: ein Indoor-Spielbereich für Kinder.
* Restaurant und Café: für eine Stärkung während des Besuchs.
* Picknickbereiche: Wer lieber selbst etwas mitbringt, kann die entsprechenden Bereiche nutzen.
* Bildungsangebote: Der Zoo organisiert Programme für Schulen und andere Gruppen.
Gerade bei wechselhaftem schottischem Wetter ist es praktisch, dass es auch überdachte Bereiche gibt.
Der Zoo befindet sich in Gavieside bei West Calder in West Lothian, westlich von Edinburgh.
Adresse:
Five Sisters Zoo
Gavieside
West Calder
West Lothian
EH55 8PT
Von Edinburgh aus erreicht ihr den Zoo mit dem Auto in ungefähr 25 bis 40 Minuten, abhängig von eurem Ausgangspunkt und dem Verkehr.
Auch von Glasgow aus ist ein Besuch möglich.
Vor der Fahrt lohnt sich ein Blick auf die offizielle Website, insbesondere wenn ihr öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchtet.
Mich beeindruckt besonders, wie aus einem kleinen, familiengeführten Betrieb über die Jahre eine größere Tierattraktion entstanden ist, die sich neben der Tierhaltung auch dem Artenschutz und der Rettung von Tieren widmet.
Die Vielfalt der Bewohner, die Geschichten einzelner geretteter Tiere und die Bildungsangebote machen den Zoo zu einem Ort, an dem sich ein Familienausflug mit spannenden Einblicken in die Tierwelt verbinden lässt.
Wer Edinburgh besucht und sich für Tiere interessiert, hat wahrscheinlich schon vom Edinburgh Zoo gehört. Er gehört zu den bekanntesten Tierattraktionen Schottlands und liegt im Westen der Stadt, auf dem bewaldeten Corstorphine Hill.
Auf einer Fläche von rund 33 Hektar leben hier mehr als 2.500 Tiere aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Von Pinguinen und Giraffen über Löwen und Tiger bis hin zu Roten Pandas und Koalas gibt es zahlreiche Arten zu entdecken.
Doch der Edinburgh Zoo ist nicht nur eine klassische Besucherattraktion. Er gehört zur Royal Zoological Society of Scotland (RZSS), einer Naturschutzorganisation, die sich für den Schutz bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume einsetzt.
Welche Tiere ihr tatsächlich zu Gesicht bekommt, hängt allerdings auch vom jeweiligen Tag ab. Manche Tiere ziehen sich zurück, schlafen oder halten sich in Bereichen auf, die von Besuchern nicht vollständig eingesehen werden können.
Der Zoo weist selbst darauf hin, dass nicht garantiert werden kann, dass alle Tiere während eines Besuchs sichtbar sind.
Deshalb mein Tipp: Plant euren Rundgang nicht zu eng und nehmt euch Zeit, auch einmal länger bei einem Gehege zu verweilen.
Wenn es ein Tier gibt, mit dem viele Menschen den Edinburgh Zoo verbinden, dann sind es die Pinguine.
Die Pinguinhaltung hat hier eine lange Tradition und gehört seit vielen Jahrzehnten zur Geschichte der Einrichtung. Die Tiere sind für viele Besucher ein besonderer Anziehungspunkt.
Pinguine sind faszinierende Tiere, die hervorragend a das Schwimmen und Tauchen angepasst sind. Ihre Flügel dienen ihnen im Wasser als Antrieb, während ihre Körperform ihnen hilft, sich effizient fortzubewegen.
Am Gehege lässt sich beobachten, wie unterschiedlich die Tiere miteinander umgehen. Manche sind im Wasser unterwegs, andere ruhen sich aus oder beschäftigen sich mit ihren Artgenossen.
Früher war auch die sogenannte Penguin Parade eine bekannte Attraktion des Zoos. Dabei konnten Pinguine zeitweise außerhalb ihres Geheges laufen.
Heute gibt es die kürze
re Form “Wee waddle” an bestimmten Tagen der Woche im Herbst und Winter.
Das Gelände befindet sich am Corstorphine Hill und ist entsprechend hügelig. Es gibt längere Wege und Steigungen, die je nach Kondition anstrengend sein können.
Wenn ihr mit kleinen Kindern unterwegs seid oder nicht besonders gut zu Fuß seid, solltet ihr dafür ausreichend Zeit einplanen.
Der Zoo befindet sich im Westen der schottischen Hauptstadt, an der Corstorphine Road.
Adresse:
Edinburgh Zoo
134 Corstorphine Road
Edinburgh
EH12 6TS
Vom Stadtzentrum aus erreicht ihr den Zoo mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Verschiedene Buslinien verbinden die Gegend mit anderen Teilen Edinburghs.
Auch mit dem Auto ist die Anfahrt möglich. Allerdings sind die Parkplätze begrenzt und kostenpflichtig. Gerade an Wochenenden und in den Schulferien empfiehlt es sich, die Anreise frühzeitig zu planen.
Wenn ihr ohnehin mit dem Bus in Edinburgh unterwegs seid, kann die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine praktische Alternative sein.
Informiert euch vorab über die aktuellen Angebote und überlegt, welche Bereiche euch besonders interessieren.





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